Dichterhäuser um Dresden

Eine dichterische Reise kann man unternehmen und dieses Büchlein passt in jede Fototasche. Besucht man all diese Orte rund um Dresden hat man eine Weile zu tun.

Zuerst stutzte ich, gar kein Kästner, gar kein Körner? Und auch der Schiller wird im Büchlein nicht mit einer eigenen Geschichte erwähnt? Aber das Buch heißt ja: … rund um Dresden…

Trotz ausgeprägter bibliophiler Neigung: die Dichter des 18. Jahrhunderts waren bisher eher nicht Gegenstand meiner lit(t)erarischen Unternehmungen. Und der Kunstbanause muss dann auch gestehen, dass er mit einer ganzen Reihe dieser Großen nichts anzufangen weiß. Doch halt: Da ist plötzlich von einem Richard Wagner die Rede, das Richard Wagner Haus in Graupa wird sicher demnächst einmal aufgesucht. Neu war mir, dass Friedrich Wolf eine Zeit lang in Langebrück ansässig war.  „Professor Mamlock“ war Schulstoff und „Die Weihnachtsgans Auguste“ beliebter Kinderspaß, erst im Buch und alljährlich auch als Film am Weihnachtstag.

Tatsächlich bekannt ist mir eher die Villa Shatterhand in Radebeul, die mit einem gewissen Karl May verbunden ist. Auch diese habe ich bestimmt das letzte Mal als Kind gesehen. Da sollte man mal wieder schauen, was die heutige Ausstellung so her gibt.

„Richard Wagner schrieb den Lohengrin in seiner Sommerwohnung auf dem Schäferschen Gut in Graupa und Karl May legte mit dem Kauf seiner Villa Old Shatterhand in Radebeul, in dem er seine letzten Lebensjahre verbrachte, den Grundstein für das heutige Karl-May-Museum. Die meisten in diesem Band vorgestellten Häuser beherbergen heute Museen, Archive, Gedenkstätten und sind der Öffentlichkeit zugänglich. Das Buch lädt ein zum Besuch von historischen Gebäuden in unvergleichlicher Landschaft. Nach dem erfolgreichen Buch Dresdner Dichterhäuser lädt der Folgeband zu Besuchen auf Schlössern, Rittergütern und Sommerhäusern von Nöthnitz bis Maxen, Wachau bis Radeberg, Langebrück bis Radebeul.“ (Buchrücken)

 

Anzunehmen ist dass die Geberin des Geschenkbüchleins mich auf die Reise schicken will, nicht nach Plätzen, die man „verlorene“ nennt, nein, auf die Suche nach den Dichtern vergangener Zeiten mit einiger Bedeutung. doch warten wir besser das Frühjahr ab.

  • Norbert Weiß, Jens Wonneberger: Dichterhäuser um Dresden
  • be.bra verlag berlin.brandenburg, Berlin 2004
  • ISBN: 3-89809-047-7
  • auch unter Litterae-Artesque am 13, Dezember 2019

© Bücherjunge (NZ – 29. Januar 2021 – UR)

 

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