Lit(t)erarisches

 

Bücher in, um, über Dresden und auch von Dresdnern

 

Dresden ist echt eine literarische Stadt. Bibliophile Leute gibt es mehr als genug. Von den bibliophilen Leuten rings um Dresden und das schöne Sachsen mögen die Stadt auch ganz viele. An zentraler Stelle findet sich zum Beispiel das Erich – Kästner – Museum. Literaturliebhabern ist natürlich bekannt, dass der in Dresden geboren wurde. Dann gibt es da noch das Kraszewski-Museum. Jozef Ignaz Kraszewski ist nicht in Dresden geboren, aber er hat im 19. Jahrhundert die Romane um die Sachsen und Wettiner geschrieben, bekannt als Sachsentrilogie wurde Gräfin Cosel / Brühl / Aus dem siebenjährigen Krieg: Wer erinnert sich da nicht an Sachsens Glanz und Preußens Gloria?

Nicht vergessen wollen wir einen großen Philologen der Stadt: Professor Victor Klemperer, der die Lingua Tertii Imperii analysierte, die Sprache des Dritten Reiches. Einer meiner Favoriten ist Kurt Arnold Findeisen, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts über Dresden schrieb. Der Goldene Reiter und sein Verhängnis ist DAS Buch, wenn man sich auf Dinglingers Spuren in das Grüne Gewölbe bewegen will. Vor einigen Jahren schrieb Uwe Tellkamp einen dicken und viel diskutierten Wälzer über das Bildungsbürgertum auf dem Weißen Hirsch, wo er selbst aufwuchs. Der Turm wurde verfilmt und zu einem Theaterstück verarbeitet. Tellkamp sorgt gelegentlich für Diskussionen in der Kultur und Literaturszene Dresdens. Frank Goldammer tut dies weniger. Der vielschreibende Malermeister hat sich mit seinem Kriminaloberkommissar Max Heller endgültig freigeschrieben und erzählt mit ihm auf großartige Art und Weise von der Nachkriegszeit. Sieben Bände sollen es werden. Ralf Günther ist ein Dresden verliebter Kölner, der eine Reihe historischer Romane über seine Wahlheimat geschrieben hat. Auch zwei sehr schöne Weihnachtsgeschichten sind dabei und die hervorragende Novelle von der Badenden in Moritzburg. Persönlich möchte ich noch Beate Baum erwähnen, die als Dortmunderin ähnlich wie Ralf nach Dresden gekommen ist. Die Reiseschriftstellerin hat mit Kirsten Bertram eine „journalistische“ Buchreihe eröffnet.

Und schade ist es, dass es Shakespeares Enkel nicht mehr gibt, ein Projekt kleiner unabhängiger Verlage, welches Corona zum Opfer fiel. Es fallen mir schon eine Reihe von Leuten ein, die hier mitmischen: Katharina Salomo, Josephine Gottwald, Willi Hetze und viele andere.

Von ihnen wird hier zu berichten sein. Belletristisch und auch über Sachbücher. Sollte jemand wünschen, dass ich ein Thema besonders aufgreife, der schreibe diesen Wunsch in einen Kommentar.

 

 

© Bücherjunge (NZ – 11. Februar 2021 – UR)

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