Archiv der Kategorie: Sächsische / Dresdner Verlage

Großes Sommertheater – Frank Goldammer

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Was sehen wir heute? Das Meer… (Zitat aus einem Film)

„Ein richtiges Meer ist die Ostsee, wenn auch nur ein kleines, mit Gezeiten, die kaum zu spüren und erst recht nicht zu sehen sind. Bei Wismar hat die Tide gerade einmal eine Amplitude von fünfzehn Zentimetern, ziemlich schlapp für ein Meer. Aber doch auch irgendwie gut, denn wer will schon ein Meer, dem man immerzu nachlaufen muss um wenige Stunden später wieder zu ihm zu flüchten?“
Auch der Salzgehalt ist längst nicht so hoch…“

(Seite 5)

Aber wen interessiert schon die Tide bei Wismar, wenn die folgende Geschichte auf Usedom spielt? Nach fünfeinhalb Seiten hat einen der Dichter ordentlich eingelullt: Man denkt zurück an Kindertage an denen man nackig am Textilstrand rumplanschte, Mutti immer bedacht, dass der Po weder übermäßig vom Sand, noch von der Sonne gerötet wurde. Oder an die Fahrten als Jugendlicher, immer mit Zelt unterwegs und Bier am Strand, oder später dann, im Abendrot entlangwandernd der Wasserkante in Binz auf Rügen oder Heringsdorf auf Usedom, oder Kloster auf Hiddensee…

Großes Sommertheater gibt es alljährlich wieder in Ralswiek wo man den Störtebeker besucht und im Dunkel Kanonen donnern und Schiffe versinken…

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Mohr, Francis: Flashback Ost

Road Fiction: Used for works in which a journey, as a life-changing experience, is a central part of the Action. [1]

Okay, dann stimmts. Die Reise führt den Polen Stani, den Galizier Igor und den Deutschen Hannes von Leipzig über Dresden nach Opole und nach Lwiw. 

Also, der Hannes pendelt in den achtziger Jahren zwischen Leipzig, da ist er geboren, und Dresden hin und her. Mitte der Neunziger agiert er mit den beiden anderen von Opole aus. Stani „arbeitet“ mehr in Polen, kommt aber mit Igor auch mal bis nach Lwiw. Das ist Igors Heimatstadt und dessen Eltern leben dort. Igor war mal in Deutschland, als Soldat der Roten Armee und spezifische Erlebnisse als solcher, werden Einfluss auf das Ende der Roadfiction haben. An den Anführungszeichen sieht man, dass die „Arbeit“, nun sagen wir mal, zwar gegenständlich aber weniger ehrlich ist. Kurz gesagt, der Hannes nimmt Leuten in Deutschland die Westautos weg, in Opole werden sie umgefriemelt und Igor fährt die Kisten dann in die Ukraine. Mehr muss man zum Modus Operandi nicht erwähnen, nur dass sich das Mitleid bezüglich der ehemaligen Besitzer ob deren Verhalten und Benehmen in Grenzen hält. Kurz, die haben das verdient. [2]

 

 

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Hetze, Willi: Die Schwärmer

In einer hoffentlich fernen, besser noch, nie so eintreffenden Zukunft, scheint in einem kleinen Kaff im Norden noch alles beim alten zu sein. Bis mit einem Schlag keine Post mehr kommt. Die Chefin des Postamtes sendet ihren Sohn, der bisher als Postbote arbeitete, in die „Hauptstadt“. Er soll ergründen, was da los ist.

Es ist eine seltsame Stadt, in die Teo da kommt. Gleichsam fortbauend bewegt sie sich in der Fläche und in die Höhe. Das Hauptpostamt liegt irgendwo in einer der unteren Ebenen. Man braucht es nicht mehr, Briefe werden nicht mehr geschrieben, Pakete könnten mit Drohnen versendet werden. Nun regiert der SCHWARM.

„Der Ort der Macht war nie ein Palast oder Parlament, sondern immer schon das Hirn.“ 

Die Schwärmer – Seite 130

Alle Menschen sind durch in diesen Schwarm durch ihren Funknerv verbunden. Den Funknerv bekommt man, indem man eine runde Kugel wie eine Pille schluckt. Nichts ist mehr geheim, nichts geht mehr verloren, selbst nach dem Tof sind die Gedanken, selbst die Gefühle für andere SCHWÄRMER abrufbar.

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Dresdner Geschichtsbuch (10)


Fähre bei Loschwitz / Blasewitz

Es sind besondere Bücher, nicht wegen der Machart, wenn auch die äußere Form und der Druck durchaus ansprechend sind. Eine besondere Lexikon-Reihe über Dresden. Ein Buch zum Schmökern. Eines, welches man nicht durchlesen muss. Es ist ja ein Geschichtenbuch, ein Geschichtsbuch. Es muss in jedes Dresden – Regal. Achtzehn Bände sind vom Stadtmuseum Dresden herausgebracht wurden. Es geht um Archäologie, Persönlichkeiten, Kunstgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und, sehr interessant für „alte“ Dresdner: Stadtteilgeschichte. In diesem Buch hier ist Kleinzschachwitz dran.  Das Buch beinhaltet Beiträge über das jüdische Leben in Dresden, das Pferd in der Dresdner Stadtgeschichte und die Herkuleskeule

Ein sehr informativer Artikel ist der über die Fähren, die im Raum Dresden die Elbe queren. Selbst 1930 noch fuhren kleine Fähren unter Segeln: Als ich die Bilder sah, dachte ich schon, die Fotografie währe 100 Jahre eher erfunden wurden. Fünfzehn Fährstellen waren es zwischen Neustadt-Johannstadt und Niederwartha- Kötzschenbroda/Naundorf. Die älteste wurde 1337 (!) erwähnt. Deren Fährbetrieb – Obergohlis (Windmühle)- Kleinkaditz/Serkowitz – lief bis in das Jahr 2000, die Fährschiffe dürften sich im Laufe von achteinhalb Jahrhunderten etwas geändert haben.

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Waldschlößchenbrücke

FÄRDSCH isse, de Brügge!
oder 
KaratekaDD erklärt die Sache mit der Brücke

So hieß die Überschrift am 26. August 2013 auf unserem Blog Litterae – Artesque. Der Zusatz „KaratekaDD erklärt…“ verweist auf diverse eigene Schreibergüsse, aber die könnt ihr hier selber nachlesen. Die Waldschlößchenbrücke hat Dresden unrühmlich berühmt gemacht. Also berühmt war Dresden ja bereits vorher, aber eine deutsche Großstadt, eine Landeshauptstadt, braucht gelegentlich einen Skandal, der in den Köpfen bleibt.  Hier nun der leicht redigierte Post aus dem Jahr, an dem die „Brügge färdsch“ wurde.

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Brückenansichten

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Galonska / Elstner: Hellerau

Geschichte in Fotos

Wer kennt das nicht: Da lebt man Jahre oder gar Jahrzehnte in einer Stadt und doch gibt es Stadtteile, die man gar nicht richtig kennt. 5fb1c-Logo2BB25C325BCcherjunge

In meinem Fall habe ich sogar zehn Jahre ganz in der Nähe gearbeitet und bin manchmal, bei Stau auf der Königsbrücker Landstraße auf den Moritzburger Weg abgebogen um von Hellerau zum Flughafen Klotzsche zu gelangen.

Im Laufe dieser Bloggertätigkeit lernte ich vor einigen Jahren Frank Elstner vom Palisander-Verlag kennen und auf der vorletzten Buchmesse in Leipzig fand ich dieses Fotobuch über die Gartenstadt Hellerau in den Regalen des Verlages, es erschien allerdings bereits im Jahr 2007, damals feierte man Einhundert Jahre erste deutsche Gartenstadt.

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Meine Frank Goldammer – Bibliothek

Es sind schon einige Bücher, die der Dresdner Frank Goldammer so geschrieben hat. Leicht mystische, etwas gruselige Bücher, Bücher mit Affen, dystopische Bücher mit Affen, Krimis mit und ohne Affen, historische Kriminalromane, Kurzgeschichten, Leichtes, Lustiges, mal on demand, mal mit Verlag, vor allem Nachts, mal in der Stadt, an der Elbe, in der Sächsischen Schweiß, was mit Fußball, was mit Teufeln und Seelen, über einen Angstmann, mal mit Konzert, mal in der Heide, zwischen Trümmern…

 

Die Frank-Goldammer-Bibliothek

 

Zusammengehalten von einem Katana

Inzwischen hat sich diese Reihe um einige erweitert

Der Bücherjunge (NZ – 29. Januar 2021 – UR)