Archiv der Kategorie: Sachliteratur

Günther, Ralf: Die Badende von Moritzburg

Novelle – Novella – Novelette. Kürzere Erzählung. Kurzepik in Prosaform. Sie hat „eine mittlere Länge, was sich daran zeige, dass sie in einem Zug zu lesen sei.“ (wikipedia)

Aha. Aber eigentlich will ich mich gerade nicht in „literaturwissenschaftlichen Betrachtungen“ ergehen, obige zwei Zeilen habe ich außerdem soeben in der bekannten Online-Enzyklopädie nachgeschlagen. Aber es passt. In einem Zug zu lesen, zumindest, wenn man rechtzeitig am Tage damit anfängt. 

Eine Sommernovelle namens DIE BADENDE VON MORITZBURG. Wir begeben uns zurück in das Jahr 1910 und begleiten die Bürgerstochter Clara Schimmelpfenninck auf den Dresdner Weißen Hirsch, wo das Lahmann-Sanatorium zu finden ist. Die junge Frau leidet an hysterischen  Anfällen und soll sich beruhigen. Dazu gehört viel frische Luft beim sogenannten Luft- und Sonnenbaden. Dazu tragen die Damen das sogenannte Luftbadehemd.

„Darin fühlte sie sich kaum weniger als nackt. Es musste ohne Unterwäsche getragen werden, der Baumwollstoff fiel locker um den Leib, damit möglichst viel Luft auf die Haut ventiliert wurde. Weich schmiegte er sich an ihren Körper und verwies dezent auf ihre Formen. Über die Schulter floss das rötlich blonde Haar, offen, wie sie es auf der Straße niemals zu tragen wagen würde.“ Die Badende… – Seite 9

 

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Kraszewski und die „Sachsenbücher“

Die Bücher des polnischen Schriftstellers Józef Ignacy Kraszewski (1812 – 1887) sind „uralt“. Sie wurden in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts geschrieben. Insgesamt soll er 240 Romane und Erzählungen geschrieben haben.  Einige wurden Hierzulande bekannt unter dem Namen „Sachsen-Romane“. Drei der historischen Romane bilden hierbei die sogenannte Sachsen – Trilogie wurde 1983/84 bis 1987 von der DEFA verfilmt:

  • August der Starke
  • Grafin Cosel (bereits 1968 schon einmal verfilmt)
  • Feldmarschall Flemming
  • Graf Brühl
  • Aus dem siebenjährigen Krieg
  • Der Gouverneur von Warschau

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Günther, Ralf: Als Bach nach Dresden kam

Ein Musiker – Duell

Mehrfach besuchte ein gewisser Johann Sebastian Bach Elbflorenz. Konzerte fanden an verschiedenen Orten statt, zu manchem Musiker hielt er persönlichen Kontakt. Von der h-Moll-Messe ist zu lesen, die dem Kurfürst Friedrich August II, König August III. von Polen gewidmet wurde. Auch die sogenannten Goldberg-Variationen haben mit Dresden zu tun. In der sächsischen Landeshauptstadt gibt es, wie anderso, ein Bachfest

Nun wurde eine Geschichte niedergeschrieben, nach der Bach (1685 – 1750) in Dresden an einem Orgelwettbewerb teilnehmen sollte. Ralf Günther, inzwischen vielen Dresdnern durch seine Dresden-Romane geläufig, erzählt, wie Jean Baptiste Volumier (1670 – 1728) im Auftrag des Starken Augusts den französischen Organisten Louis Marchand (1669 – 1732), ehemaliger Hoforganist Ludwig XIV.,  an den sächsischen Hof bringen sollte.

Argwöhnend, dass sein Amt des Direktors der französischen Hofmusik dadurch gefährdet sein könnte, ersinnt er einen Wettbewerb und reist ohne Order nach Weimar, um den damals noch jungen und schon bekannten Komponisten und Organisten zu einem Wettbewerb in Dresden zu überreden.

Aber ist die Geschichte denn wahr? Nach Ralf Günter kam es nie zum direkten Wettbewerb. „Das bis heute wohl berühmteste Duell der Musikgeschichte, ebenjenes, von dem wir hier gelesen haben, fand 1717,… gar nicht statt.“ (Seite 149) Doch der Franzose bekam wohl Hummelsausen. Schade.
In einem Roman darf der Autor ein klein wenig schummeln und so bekommen wir eine kleine, wieder einmal sehr interessante und schön geschriebene Geschichte vorgelegt: Die Lektüre löste umfangreiche Googelei aus.

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Waldschlößchenbrücke

FÄRDSCH isse, de Brügge!
oder 
KaratekaDD erklärt die Sache mit der Brücke

So hieß die Überschrift am 26. August 2013 auf unserem Blog Litterae – Artesque. Der Zusatz „KaratekaDD erklärt…“ verweist auf diverse eigene Schreibergüsse, aber die könnt ihr hier selber nachlesen. Die Waldschlößchenbrücke hat Dresden unrühmlich berühmt gemacht. Also berühmt war Dresden ja bereits vorher, aber eine deutsche Großstadt, eine Landeshauptstadt, braucht gelegentlich einen Skandal, der in den Köpfen bleibt.  Hier nun der leicht redigierte Post aus dem Jahr, an dem die „Brügge färdsch“ wurde.

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Brückenansichten

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Dresdner Geschichten 9


Eine besondere Lexikon-Reihe über Dresden. Ein Buch zum Schmökern. Eines, welches man nicht durchlesen muss. Es ist ja ein Geschichtenbuch, ein Geschichtsbuch. Es muss in jedes Dresden – Regal. Es geht um Archäologie, Persönlichkeiten, Kunstgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und, sehr interessant für „alte“ Dresdner: Stadtteilgeschichte. In diesem Buch hier ist Dölzschen dran.  Dresdner Polizeigeschichte ist Inhalt deses Bandes. Vorgestellt wird Oberbürgermeister Walter Weidauer, der das Buch INFERNO DRESDEN geschrieben hat. Was wäre Dresden ohne seine Galerien, die der Alten und die der Neuen Meister? Speisen und Getränke auf den Dresdner Volksfesten: Nicht nur im 18. und 19. Jahrhundert etwas besonderes – Kräppelchen, Brühgurken…

Achtzehn Stück sind herausgegeben wurden, dies ist nun der neunte Band.

 

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Im Dienste Sachsens

Einst war es für die Dresdner Bürger nicht möglich, auf dem Balkon Europas zu lustwandeln. Bevor die nach ihrem Bewohner, oder Benutzer und Erbauer, dem Minister Brühl nach ihm benannte Terrasse dies ermöglichte, war diese Gegend Festung. Soldaten, Kanonen, Pferde, Schießscharten, Schanzen…

Im Regal mit den ganzen Dresden Sachen finden sich zwei Bücher, die dazu einen gewissen Bezug aufweisen. 

Das Dienst = Reglement / Im Dienste Sachsens

Das Reprint weist das Wacht- und Dienst-Reglement vor die Garnison in der Residenz-Stadt und Vestung Dreßden, de Anno 1777 auf, während wir im Band Im Dienste Sachsens Uniformen und Dienstkleidungen des 18. und 19. Jahrhunderts teilweise des 20. Jahrhunderts finden.

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Galonska / Elstner: Hellerau

Geschichte in Fotos

Wer kennt das nicht: Da lebt man Jahre oder gar Jahrzehnte in einer Stadt und doch gibt es Stadtteile, die man gar nicht richtig kennt. 5fb1c-Logo2BB25C325BCcherjunge

In meinem Fall habe ich sogar zehn Jahre ganz in der Nähe gearbeitet und bin manchmal, bei Stau auf der Königsbrücker Landstraße auf den Moritzburger Weg abgebogen um von Hellerau zum Flughafen Klotzsche zu gelangen.

Im Laufe dieser Bloggertätigkeit lernte ich vor einigen Jahren Frank Elstner vom Palisander-Verlag kennen und auf der vorletzten Buchmesse in Leipzig fand ich dieses Fotobuch über die Gartenstadt Hellerau in den Regalen des Verlages, es erschien allerdings bereits im Jahr 2007, damals feierte man Einhundert Jahre erste deutsche Gartenstadt.

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Madonna auf dem Theaterplatz – Ein Rückblick

ELEKTRA

Die Madonna, also die Sixtinische Madonna, hängt ja nicht weit vom Theaterplatz in Dresden, nämlich in der Gemäldegalerie der Alten Meister.  Dazu gab es auch ein sehr schönes musikalisches EPOS, welches die Rockgruppe ELEKTRA am 15. August 2014 auf dem Theaterplatz aufführte.

Die Auführung

Es war gerade Stadtfest. Dieses Konzert durfte man sich nicht entgehen lassen. Auf LITTERAE – ARTESQUE habe ich davon erzählt. Damals war KUNDI noch mit dabei.

© Der Bücherjunge (NZ – 02. Februar 2021)

Dresdner Geschichten 8

 

Es sind besondere Bücher. Eine besondere Lexikon-Reihe über Dresden. Ein Buch zum Schmökern. Eines, welches man nicht durchlesen muss. Es ist ja ein Geschichtenbuch, ein Geschichtsbuch. Es muss in jedes Dresden – Regal. Es geht um Archäologie, Persönlichkeiten, Kunstgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und, sehr interessant für „alte“ Dresdner: Stadtteilgeschichte. In diesem Buch hier ist Weißig dran.  Ein Thema ist die alte Prager Straße, ein anderes das Dresdner Schulwesen von 1933 – 194

Achtzehn Stück sind herausgegeben wurden.

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Dresdner Geschichten 7

 

Es sind besondere Bücher. Eine besondere Lexikon-Reihe über Dresden. Ein Buch zum Schmökern. Eines, welches man nicht durchlesen muss. Es ist ja ein Geschichtenbuch, ein Geschichtsbuch. Es muss in jedes Dresden – Regal. Es geht um Archäologie, Persönlichkeiten, Kunstgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und, sehr interessant für „alte“ Dresdner: Stadtteilgeschichte. In diesem Buch hier ist Leubnitz – Neuostra dran.  Passend zueinander: Kamera- und Photoindustrie und Mathematisch – Physikalischer Salon.

Achtzehn Stück sind herausgegeben wurden.

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